Leticia, eine junge Frau findet ihren Weg zum Erfolg!

Im kleinen Dorf Obodanase, eine kinderreiche Familie mit alleinerziehender Mutter, ein winziges, bröckelndes Lehmhaus mit undichtem Dach, keine Einkünfte und jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen – unter diesen Umständen hatte Leticia keine Chance auf einen Schulbesuch, geschweige denn auf einen Abschluss. Sie arbeitete wie ihre Mutter und Geschwister hart auf einer Farm. Dafür erhielten sie jedoch keinen Lohn, sondern lediglich einen sehr kleinen Teil des Ertrages, der kaum zum Überleben reichte. In Tafo, der nächsten Kleinstadt, fand Leticia eine Anstellung in einer Garküche. Für ein Mittagessen und 80 Cent pro Tag nahm sie jeden Morgen um 4 Uhr den beschwerlichen Weg durch den Busch auf sich, um 2 Stunden später in der Garküche ihre Schwerstarbeit aufzunehmen. Es musste sich was ändern!
Sie hörte von unseren Hilfsprojekten, nahm Kontakt mit uns auf, schilderte uns ihre problematischen Lebensumstände und erzählte uns von ihrem Traum eine erfolgreiche Schneiderin zu werden. Wir fanden einen Paten für Leticia und nahmen sie in unser Projekt auf.
Sie begann eine Ausbildung, hatte zwar nach wie vor jeden Morgen 2 Stunden Fußmarsch bis zu ihrer Lehrstelle, aber schon viel bessere Aussichten für ihre Zukunft. Alle zwei Wochen durfte sie einen freien Tag dazu nutzen Feuerholz zu schlagen und Spinat zu sammeln, um beides auf dem Markt zu verkaufen. Mit dem Erlös und unserer Hilfe hielt sie sich während ihrer Ausbildungszeit über Wasser.
Heute hat Leticia ein gutgehendes Schneidergeschäft und eine Auszubildende.